Eine neue Behandlungsform
des übermäßigen Schwitzens im Achselhöhlenbereich
(Hyperhidrosis axillaris) ist die Saugküretage. Sie wird erst
seit wenigen Jahren an einzelnen Zentren in Deutschland durchgeführt.
Wie schon der Name nahe legt handelt
es sich bei diesem operativen Verfahren um eine Kombination einer
Curettage und Liposuction. Zielorgane sind die im tieferen Bereich
der Lederhaut sitzenden Schweißdrüsen bzw. die an sie
heranführenden Fasern des autonomen Nervensystems. Es wird
das Gewebe unter der Lederhaut mit den in ihr enthaltenen o.g. Strukturen
der Achselhöhlen abgesaugt.
Minimalziel der Schweißdrüsenabsaugung
ist eine Normalisierung des Schwitzens. Dies wäre aus unserer
Sicht dann erreicht, wenn die Patienten dann noch Achselschweiß
haben, wenn dies auch bei Menschen ohne Hyperhidrose der Fall wäre.
Im Extremfall sind die Patienten nach der Behandlung selbst bei
körperlicher oder seelischer Belastung vollkommen trocken.
Die Saugküretage ist bei
entsprechender Operationstechnik aus unserer Sicht derzeit der beste
Kompromiss zwischen erzielbarer Verbesserung des Schwitzens, Größe
der entstehenden Narben, Nachhaltigkeit des Therapieerfolgs und
Komplikationsmöglichkeiten für den Patienten. Obwohl das
Verfahren als solches in den Händen eines erfahrenen Operateurs
relativ unproblematisch ist, kommt es für den Therapieerfolg
auf die Details der OP-Technik an.
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